Willkommen in
der ehemaligen Synagoge Kobersdorf

Die ehemalige Synagoge in Kobersdorf ist ein denkmalgeschütztes jüdisches Gebetshaus im Burgenland und eines der wenigen vollständig erhaltenen Gebäude der historischen „Sieben Gemeinden“. Erbaut im Jahr 1860 war sie einst religiöses und kulturelles Zentrum einer lebendigen jüdischen Gemeinde. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie enteignet und zweckentfremdet, jedoch nicht zerstört. Nach einer umfassenden Restaurierung in den Jahren 2020 bis 2022 dient sie heute als Kultur-, Bildungs- und Erinnerungsort mit Schwerpunkt auf jüdischer Geschichte und Kultur.


Tipps


Besichtigungs­möglichkeiten

Rundgänge für Besuchergruppen sind auf Anfrage ganzjährig möglich. Diese umfassen den Besuch der ehemaligen Synagoge, des ehemaligen jüdischen Viertels sowie des jüdischen Friedhofs in Kobersdorf.

Bildungs­angebote für Schulklassen

Die ehemalige Synagoge als Lern- und Gedenkort

Der Lern- und Gedenkort Kobersdorf richtet sich speziell an die jüngere Generation. Schüler*innen und Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren haben die Möglichkeit, die jüdische Geschichte rund um Kobersdorf näher kennenzulernen. Dabei können Pädagog*innen zwischen verschiedenen Modulen und Themenbereichen wählen. Der Besuch des Lernortes umfasst je nach Interesse neben der Besichtigung der ehemaligen Synagoge, des ehemaligen jüdischen Viertels in Kobersdorf auch den jüdischen Friedhof in Kobersdorf.



Synagoge erzählt geschichte

Monatlich erscheint ein neuer Beitrag, der unterschiedliche Perspektiven auf die Synagoge eröffnet und das Gebäude sowohl als historischen Ort als auch als lebendiges Forschungs- und Vermittlungsobjekt begreifbar macht. Sämtliche Beiträge finden Sie hier zum Nachlesen und laden zur fortlaufenden Auseinandersetzung mit Geschichte, Architektur und Bedeutung dieses besonderen Ortes ein.

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Veranstalt­ungen

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  • Historisches Foto vom jüdischen Friedhof im Hintergrund und Portrait von Johannes Reiss

    Jüdische Spuren in Kobersdorf

    Führung / Rundgang | Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Kobersdorf Programmdetails
    Sonntag
    12.07.
    2026

    14:00 Uhr
  • Wolfgang Böck mit Fisch auf dem Kopf, weiters im Bild die Synagoge Kobersdorf

    Besichtigung der Synagoge vor Aufführung der Schloss-Spiele Kobersdorf

    Führung / Rundgang | Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Kobersdorf Eigen­veranstaltungProgrammdetails
    Sonntag
    12.07.
    2026

    18:30 Uhr
  • Schloss-Spiele Kobersdorf "Der nackte Wahnsinn"

    Theater / Musical / Ballett / Tanz | Schloss Kobersdorf, Kobersdorf Eigen­veranstaltungProgrammdetails
    Sonntag
    12.07.
    2026

    20:30 Uhr
  • Wolfgang Böck mit Fisch auf dem Kopf, weiters im Bild die Synagoge Kobersdorf

    Besichtigung der Synagoge vor Aufführung der Schloss-Spiele Kobersdorf

    Führung / Rundgang | Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Kobersdorf Eigen­veranstaltungProgrammdetails
    Donnerstag
    16.07.
    2026

    18:30 Uhr
  • Schloss-Spiele Kobersdorf "Der nackte Wahnsinn"

    Theater / Musical / Ballett / Tanz | Schloss Kobersdorf, Kobersdorf Eigen­veranstaltungProgrammdetails
    Donnerstag
    16.07.
    2026

    20:30 Uhr


Besucher­infos

Die ehemalige Synagoge Kobersdorf hat keine fixen Öffnungszeiten. Besichtigungen sind nach Anfrage ganzjährig möglich. 

Ehemalige Synagoge Kobersdorf
Schlossgasse 25
A-7332 Kobersdorf

+43 - 664 8544 527
synagoge-kobersdorf@kultur-burgenland.at

Anfahrt planen

  • Auf Grund feuerpolizeilicher Verordnungen sind Mäntel und Schirme an der Garderobe abzugeben.
  • Die Tages - bzw. Abendkassa öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
  • Die Rückerstattung des Eintrittspreises für nicht abgeholte Karten sowie die Rückgabe oder der Umtausch von bereits bezahlten Karten ist nicht möglich.
  • Programm-, Besetzungs- oder Spielstätten-Änderungen berechtigen nicht zur Kartenrückgabe.
  • Es ist uns auf Grund vertraglicher Vereinbarungen mit den Künstler*innen und aus Rücksichtsnahme auf die anderen Besucher*innen nicht möglich, Sie nach Beginn der Veranstaltung in den Saal einzulassen. In diesem Fall werden Ihnen die Mitarbeiter*innen des Hauses mitteilen, wann der nächste Einlass (Ende des ersten Stückes bzw. Pause) möglich ist.
  • Mit dem Erwerb der Eintrittskarte anerkennen die Besucher*innen die Hausordnung.
  • Fotografieren, filmen sowie Video- und Tonaufnahmen sind innerhalb der Veranstaltungsstätten unter anderem aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet.
  • Die Besucher*innen erklären sich mit eventuell entstandenen Bildaufnahmen entschädigungslos einverstanden.
  • Rollstuhlplatz: bitte um telefonische Kontaktaufnahme
  • Um einen pünktlichen Vorstellungsbeginn zu gewährleisten, bitten wir Sie, Ihre reservierten Karten rechtzeitig abzuholen.
  • Änderungswünsche des Sitzplatzes werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
  • Beim Erwerb von Tickets aktzeptieren Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kultur-Betriebe Burgenland.

Ein Ort der Erinnerung, der Bildung und des Dialogs

Die ehemalige Synagoge Kobersdorf zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Zeugnissen jüdischen Lebens im Burgenland. Sie erinnert an eine über Jahrhunderte gewachsene jüdische Kultur, an ihre gewaltsame Zerstörung während der Zeit des Nationalsozialismus und an die Verantwortung, dieses Erbe für kommende Generationen zu bewahren.

Die Synagoge wurde zu Pessach am 11. April 1860 feierlich eröffnet. Sie war über viele Jahrzehnte religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der jüdischen Gemeinde von Kobersdorf sowie der umliegenden Gemeinden.

Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme im Jahr 1938 wurde dieses Gemeindeleben zerstört. Die jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner wurden entrechtet, zur Emigration gezwungen oder vertrieben. Viele wurden später deportiert und in der Shoah ermordet. Die Synagoge verlor ihre ursprüngliche Funktion und blieb über Jahrzehnte ein stummes Zeugnis dieser Geschichte.

Mit dem Erwerb durch das Land Burgenland im Jahr 2019 und einer umfassenden Restaurierung wurde die ehemalige Synagoge im April 2022 wiedereröffnet. Heute ist sie ein Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit dem Schwerpunkt jüdische Geschichte und Kultur. Sie versteht sich als offenes Haus, das historische Bildung, wissenschaftliche Auseinandersetzung und kulturelle Begegnung miteinander verbindet.


Vergangenheit verstehen – Gegenwart gestalten

Die ehemalige Synagoge Kobersdorf ist ein Ort, an dem Geschichte vermittelt und gesellschaftlicher Dialog ermöglicht wird. Ausstellungen, Theater, Konzerte, Lesungen, Vorträge und Bildungsprogramme eröffnen unterschiedliche Zugänge zur jüdischen Geschichte und Kultur sowie zu Fragen des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft.

Mit ihrer Wiederbelebung wurde nicht nur ein bedeutendes Kulturdenkmal erhalten. Es entstand ein Ort, der Erinnerung lebendig hält, Wissen vermittelt und zur Auseinandersetzung mit Geschichte und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart einlädt.


Ein etablierter Kultur- und Bildungsort

Seit ihrer Wiedereröffnung im Jahr 2022 hat sich die ehemalige Synagoge Kobersdorf als wichtiger Kultur- und Bildungsstandort im Burgenland etabliert. Mehr als 18.000 Besucherinnen und Besucher sowie über 468 Öffnungstage dokumentieren das große Interesse an ihrem vielfältigen Programm.

Die ehemalige Synagoge ist heute ein Ort des Lernens, der Begegnung und der Reflexion – offen für alle Menschen, die sich mit jüdischer Geschichte, Kultur und den Herausforderungen einer demokratischen Erinnerungskultur auseinandersetzen möchten.

Programmbeirat

Die inhaltliche Entwicklung der ehemaligen Synagoge wird von einem Programmbeirat begleitet. Die betriebliche Organisation und Umsetzung des Veranstaltungsprogramms obliegen der Kultur-Betriebe Burgenland GmbH (KBB).

Aufgaben des Programmbeirats

Der Programmbeirat berät die Kultur-Betriebe Burgenland insbesondere bei

  • der Entwicklung und Weiterentwicklung des jährlichen Veranstaltungsprogramms,
  • der Konzeption und Initiierung von Kultur-, Bildungs- und Gedenkveranstaltungen,
  • der Auswahl von Veranstaltungsformaten, die der historischen Bedeutung und Würde des Hauses entsprechen,
  • der Erarbeitung von Leitlinien für einen respektvollen und würdigen Veranstaltungsbetrieb.

Ziel ist ein Programm, das jüdische Geschichte und Kultur wissenschaftlich fundiert vermittelt, unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht und den gesellschaftlichen Dialog fördert.

Mitglieder des Programmbeirats

Vorsitz

Mag. Gerhard Krammer - Joseph Haydn Privathochschule

Mitglieder

  • Claudia Prutscher – Israelitische Kultusgemeinde Wien
  • Dr.in Christine Teuschler – Burgenländische Volkshochschulen
  • Alfred Lang, BA – Burgenländische Forschungsgesellschaft
  • Mag.a Katharina Tiwald – Schriftstellerin
  • Mag. Thomas Mersich – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH
  • Mag. Jürgen Neuwirth – Bildungsdirektion Burgenland
  • Dr. Herbert Brettl – Private Pädagogische Hochschule Burgenland / ERINNERN:AT
  • Mag. Christian Stiller – Land Burgenland
  • Mag. Dieter Szorger – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH
  • Andreas Tremmel – Bürgermeister der Marktgemeinde Kobersdorf